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© Johannes Groht 2015
IM TAL DER ZEICHEN
KOSMOGRAFIEN AUS DEM SCHAMS

Eröffnung am 1. Mai 2015 um 19 Uhr
Geöffnet 1. April–18. Oktober 2015, täglich 10–17 Uhr, Mai–September 9–18 Uhr
Postgebäude, Hauptstraße 28, 7432 Zillis, Graubünden, Schweiz

Vor der grandiosen Kulisse des Schamser Bergs und der Via Mala präsentiert Johannes Groht seine Kosmografien. Hier in Zillis laufen die Straßen zusammen, auf denen die Arbeiten entstanden sind.

Kosmografien nennt er die Bilder, da sie ihre Form vor allem den kosmischen Einflüssen des Zufalls und der Erosion verdanken (griechisch kósmos: Weltall, Ordnung; gráphein: Beschreibung, Zeichnung). Sie basieren auf Fotografien von Asphaltflicken aus Heißbitumen, mit denen Schäden repariert werden, die Wasser, Frost und Bewegungen des Untergrundes in der Fahrbahn hinterlassen haben.

Durch die Reduktion auf die schwarzen Linien verlieren die Muster ihren alltäglichen Kontext. Sie stehen für sich. Manche erinnern an die Kunst verschiedener Epochen, an die Entwicklung der ersten Schriftzeichen, an japanische Kalligraphie oder an Felszeichnungen der Alt- und der Jungsteinzeit.

Es ist ein Buch mit diesen Arbeiten erschienen.


ART SIN VIA EN VAL SCHONS

Beitrag von Casper Nicca (RTR) über die Ausstellung
Telesguard, Radiotelevisiun Svizra Rumantscha,
SRF 1, 6. Mai 2015, 3.24 min. (Neues Fenster)


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© Johannes Groht 2013
HIMMEL UND ERDE
Malerei und Fotografie im Dialog

Schloss- und Spielkartenmuseum Altenburg
8. September 2013 bis 12. Januar 2014

Die gemeinsamen Arbeiten des kürzlich verstorbenen Malers Hermann Haindl und des Fotografen Johannes Groht in einer großen Gesamtschau

Sie umfasste die 2012 in Hofheim und Kelkheim (siehe unten) präsentierten gemeinsamen Arbeiten sowie eine Auswahl von Gemälden und Kosmografien, die die Entstehung dieser ungewöhnlichen Zusammenarbeit anschaulich machen.

Zu der Ausstellung ist ein Katalog erschienen.

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HIMMEL UND ERDE
Zwei Ausstellungen von Hermann Haindl und Johannes Groht




© Johannes Groht 2012


© Johannes Groht 2012

Stadtmuseum
Hofheim am Taunus
30. September bis 28. Oktober 2012
Alte Kirche Hornau
Galerie der Stadt Kelkheim am Taunus
7. bis 21. Oktober 2012

Wie wirken die Kräfte der Erde auf Wasser und Farben? Was für Formen bilden sie aus? Welche Bilder rufen sie wach? In einer ungewöhnlichen Zusammenarbeit haben der Maler Hermann Haindl und der Fotograf Johannes Groht Bilder aus zufällig entstandenen Strukturen entwickelt.

Die Malerei von Hermann Haindl beginnt immer mit dem Herstellen von „Chaos“. Mit groben Pinseln werden Pigmente und Wasser großflächig auf eine Leinwand gebracht. Je nach Wetterlage verlaufen die Farben ineinander und vermischen sich. Die so entstandenen Malgründe sind gleichzeitig Grundierung und Inspiration für die auf ihnen zu malenden Bilder.

Die Kosmografien von Johannes Groht basieren auf den Strukturen von Oberflächen seiner alltäglichen Umgebung. Seine fotografischen Arbeiten zeigen Formen, die nicht bewusst gestaltet sind, sondern ihre Entstehung zufälligen oder natürlichen Begebenheiten verdanken. Durch die Wahl des Ausschnitts gewinnen sie überraschend an Tiefe und Bedeutung.

Hermann Haindls Bildidee konkretisiert sich in einem meditativen Dialog mit dem Malgrund. In die Bildgestaltung fließen vergessene individuelle und kollektive Erinnerungen ein; die Vorgaben verdichten sich zu abstrakten Flächen wie auch konkreten Objekten.

Die Fotografie von Johannes Groht hat sich nahezu vollständig von der Abbildung des Gegenstandes gelöst. Seine Bildfindungen folgen einer inneren Zwiesprache mit den gefundenen Strukturen. Manche Bilder entstehen dabei allein durch die Wahl des Ausschnitts, andere werden mit verschiedenen fotografischen Verfahren weiter bearbeitet.

Anfang 2011 haben sich Maler und Fotograf kennengelernt. Hermann Haindl hat Johannes Groht eingeladen, seine Technik auf einige ausgewählte Malgründe anzuwenden. Beide, Maler und Fotograf, haben die so entstandenen Arbeiten signiert. Dadurch weisen sie bewusst auf eine gemeinsame Urheberschaft hin – und implizit auf etwas Drittes außerhalb ihrer selbst, das sie kaum beeinflussen können.

Zu den Ausstellungen ist ein Katalog erschienen.

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© Johannes Groht 2009


Das Äquatorial von 1867 ist das älteste Teleskop der Hamburger Sternwarte und das größte je gebaute seiner Art.

© Johannes Groht 2009


© Johannes Groht 2009
AUF STERNEN GEHEN
Ausstellung im Äquatorial der Hamburger Sternwarte

AstroArt – Kunst in der Hamburger Sternwarte Bergedorf
Gruppenausstellung
19.–21. und 26.–28. Juni 2009

Irgendwo ist ein Eimer Farbe umgekippt, jemand hat aus einem undichten Sack ein paar Krümel Zement verloren, die Fahrbahnmarkierung ist alt geworden und bekommt Risse, die neue Gehwegplatte zeigt noch Spuren ihrer Herstellung … All diese kleinen Missgeschicke, Verfallserscheinungen und Zufallsprozesse hinterlassen sichtbare Spuren.

Einige davon finde ich so interessant, dass ich Anfang der 90er Jahre begonnen habe, sie zu fotografieren. Dabei reproduziere ich mit analogen oder digitalen Kleinbildkameras Ausschnitte der entsprechenden Oberflächen. Die so entstandenen Bilder werden entweder gar nicht oder mit den in Fotografie und Wissenschaft üblichen Verfahren bearbeitet. Das sind vor allem die Umkehrung von Hell und Dunkel sowie die Steuerung von Kontrast und Farbe.

Viele der so entstehenden Bilder kommen mir seltsam bekannt vor. Es ist, als trüge ich sie bereits in mir und habe nun endlich einen Weg gefunden, sie zu Papier zu bringen. Manche erinnern an Werke archaischer Kulturen, manche scheinen den modernen Labors von Forschung und Wissenschaft zu entstammen. Aus unbewussten Tiefen auftauchend entziehen sie sich durch ihre Flüchtigkeit und Unschärfe dem rational ordnenden Gefüge unseres Denkens.

Zu der Ausstellung gibt es eine Postkarte und den Katalog "Kosmografien".

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